Grafik: Energiekennzahlen für Gebäude

ANLAGENTECHNIK


Heizenergieverbrauch von Gebäuden

Historie:
  • 20 - 30 Liter Altbestand
  • 13 - 19 Liter Wärmeschutzverordnung '82
  • 8 - 12 Liter Wärmeschutzverordnung '95
  • 3 - 7 Liter Niedrigenergiehaus
  • 3 - 7 Liter Energieeinsparverodnung (EnEV)
  • 1 - 3 Liter Passivhaus
  • ab 2020 Plus-Energiehaus das mehr Energie erzeugt, als es verbraucht

(Angaben: Heizöl pro m² Wohnfläche im Jahr)

Heizwerte fossiler Energieträger:

  • Umrechnungsfaktor Heizöl: 1 Liter Heizöl entspricht etwa 10 Kilowattstunden (kwh)
  • Umrechnungsfaktor Gas: 1 Kubikmeter (m³) Gas entspricht etwa 10 Kilowattstunden (kwh) oder wie 1 Liter Heizöl.
  • Umrechnungsfaktor Holzpellets: 1 Kilogramm entspricht etwa 4,9 kWh. 2 kg Pellets entsprechen daher ungefähr dem von 1 Liter Heizöl.

Die obere Grafik gibt den Energieverbrauchskennwert bzw. Stromverbrauchskennwert des gemessenen Energieverbrauchs in Kilowattstunden pro Jahr und m² Fläche (Abk. kWh/(a m²) eines Gebäudes wieder und soll das Gebäude energetisch bewerten.
Hierzu wurde der Energieausweis von der dena (Deutsche Energie Agentur) entwickelt und ist für Wohngebäude oder für Nichtwohngebäude auszustellen.

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad gibt den Anteil an, der von der eingesetzten Energie nach der Umwandlung in der gewünschten Form erhalten wird:

Wirkungsgrad= [nutzbare Energie] / [eingesetzte Energie]

Der Jahresnutzungsgrad ist der jahresdurchschnittliche Anlagenwirkungsgrad über alle Betriebszyklen eines Wärmeerzeugers. Damit werden alle Betriebsverluste über das Betriebsjahr gemessen und als Jahresnutzungsgrad erfasst. Dies ermöglicht eine realistische Kosten-Nutzen-Rechnung von Energiesparmaßnahmen bis hin zum Niedrigenergiehaus.

Oft wird an dieser Stelle der Fehler gemacht, indem die Leistung der Anlagentechnik - um auf der sicheren Seite zu sein - für den eigentlichen Verbrauch zu hoch bemessen wird. Die Heizlastberechnung steht für die korrekte Dimensionierung der Anlagentechnik und eine auf den Bedarf abgestimmte Feuerungswärmeleistung. Damit wird ein energiegerechter und energiesparender Betrieb der Heizanlage ermöglicht.

Die Heizlastberechnung ist ein wichtiger Beitrag
für die rationelle Energienutzung in Gebäuden.

 

Grundbegriffe kurz erklärt:

Die Heizlastberechnung ist ein wichtiger Baustein zur optimalen Nutzung der Anlagentechnik.

Heizenergiebedarf QH

Endenergie ist die - an der Gebbäudehülle zur Verfügung stehende - Energie wie Heizöl, Gas, Fernwärme oder Elektrizität. Der zur Gebäudeerwärmung benötigte Teil wird Heizenergie genannt.
Der Heizenergiebedarf schließt - im Vergleich zum Heizwärmebedarf - die Verluste des Heizungssystems, des Warmwasserbedarfs, des Warmwasserbereitungssystems und die Hielfsenergie für den Betrieb der Anlagentechnik (Pumpen, Regelungen usw.) mit ein.
Wird der Energiebedarf der Heizung auf ein Jahr bezogen, ergibt sich der Jahres-Heizenergiebedarf als Kenngröße.

Heizwärmebedarf Qh

Der Wärmebedarf Qh ist die rechnerisch ermittelte Nutzenergie, die vom Wärmeübertrager (Heizkörper, Fußbodenheizunh) an den Raum abgegeben wird.
Sie errechnet sich durch Addition des Transmissionswärmeverlust und Lüftungswärmeverlust unter Abzug der nutzbaren internen Wärmegewinne und der soleren Wärmegewinne.
Wird der Heizwärmebedarf auf ein Jahr bezogen, ergibt sich der Jahres-Heizwärmebedarf als Kenngröße.

Lüftungswärmeverlust HV

Der notwendige Luftwechsel des Gebäudes mit der Umwelt bedingt Wärmeverluste.
Diese werden für einen bestimmten Zeitabschnitt (Heizperiode, Monat, Jahr) als Lüftungswärmeverlust HV bezeichnet.

Transmissionswärmeverlust HT

Mit dem Transmissionswärmeverlust wird der Wärmeverlust durch die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezeichnet.
Er ist der Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz. Je kleiner der Wert ausfällt, umso besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle.


Energiesparendes Bauen umfasst das gesamte Spektrum der Herstellung (auch Baustoffe), Nutzung und Entsorgung des Gebäudes oder Bauteils.
Das größte Energiesparpotential liegt in der Nutzungsphase. Definition EnEV