UNSER KLIMA


Klimaschutz, Artensterben, das Ausbreiten von Wüsten und knappe Bodenschätze erfordern einen neuen Umgang mit den Ressourcen der Natur. In 200 Jahren Industrialisierung werden wir soviel an Kohle, Gas und Erdöl verschwendet haben, wofür die Natur Millionen Jahre gebraucht hat.
Weltweite Bevölkerungszunahme und die zunehmende Industrialisierung der Entwicklungs- und Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien lassen die prognosdizierte Zeitspanne für die Verfügbarkeit der Rohstoffe weiter schwinden.
Nach den heutigen Erkenntnissen werden die bekannten Erdölreserven nach ca. 40 Jahren aufgebraucht sein. Dem steht ein Anwachsen des globalen Primärenergieverbrauchs (Erdöl, Erdgas, Kohle, Uran, Wasser) gegenüber.

Das Verbrennen vorwiegend fossiler Brennstoffe führt zu immer größeren Umwelt- und Klimaproblemen. Wir Industrieländer tragen hierfür eine große Verantwortung. Die Folgen der Nutzung fossiler Brennstoffe und der freigesetzten Emissionen von Treibhausgasen für das Klima ist unübersehbar geworden. Dabei kommt dem Kohlendioxid (CO2) mit einem Anteil von ca. 75% an den verbrennungsabhängigen Emissionen besondere Bedeutung zu. Die weltweiten CO2-Emissionen stiegen von 1980 bis 2008 von ca. 18 auf ca. 27,5 Gigatonnen an. Bis 2020 wird eine Verdopplung der Treibhauseffekte auf ca. 36 Gigatonnen prognostiziert.
Die durch den Treibhauseffekt verursachte globale Erwärmung von 1860 bis 1995 von 13,4 auf 14,7°C, mit steigender Tendenz. Durch den Temperaturanstieg häufen sich die Wetterexteme. Heftige Stürme, Unwetter, Überschwemmungen und auch die ersten Tornado sind vermehrt bei uns zu beobachten. Das Abschmelzen der Polkappen und Gletscher sowie der Anstieg des Meeresspiegels können vermutlich nur noch gebremst, aber nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Die Frage aller Fragen lautet: Wie können wir den Wohlstand mit besserem Umweltschutz und weniger Ressourcenverbrauch in Einklang bringen? - Innerhalb weniger Jahrzehnte können und müssen wir lernen energieeffizient und umweltbewusst zu handeln. Hier wird sich zeigen, wie wir den technologischen Fortschritt mit nachhaltigem Wohlstand intelligent verbinden können. Wir sind gerade dabei die Zukunft unser Kinder und Enkel zu verbrennen.

Versteht es die Weltgemeinde nicht entscheidende Maßnahmen zu ergreifen, wird sich die Welt dem "Knock-Out" nähern. Wir haben es dann endlich geschafft die fossilen Energieträger verbrannt und gleichzeitig das Klima auf den Kopf gestellt zu haben.

Die internationale, die europäische und die deutsche Politik haben auf diese Entwicklung, wenn auch teils zögerlich, mit Vereinbarungen, Verordnungen oder Gesetzen reagiert.
Bereits in der Konferenz von Rio de Janeiro von 1992 wurde eine internationale Vereinbarung zur Stabilisierung der Treibhausgase getroffen, die im Kyoto-Protokoll von 1997 zur Übereinkunft über das Ziel einer Reduzierung dieser Emissionen bis 2012 um 5,2% gegenüber 1990 führte. In Kraft trat dieses Protokoll 2005. Zum erreichen ist auf EU-Ebene im 2002 die EU-Gebäuderichtlinie erlassen worden. Deutschland verpflichtete sich 2007 u.a. mit der Energieeinsparverordnung zur Reduktion der CO2-Emissionen bis 2020 um 40% gegenüber dem Jahr 1990.
Da diese freiwillige Verpflichtung nicht von allen Nationen akzeptiert werden, insbesondere nicht von den USA und den wichtigsten Schwellenländern, halten sich die Erfolge derzeit in bescheidenen Grenzen. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass die USA gemessen an den CO2-Emissionen der größte Verschmutzer der Weltgemeinde vor China ist.

Trotz der düsteren Zeiten die nahen, sollten wir mehr Lust auf Zukunft haben. Es liegt nach wie vor in unseren Händen, die entscheidenden Weichen zu stellen. Lust auf Zukunft bedeutet auch, sich neue Wertvorstellungen zu erarbeiten und damit das Leben für Mensch und Tier lebenswerter zu gestalten, als die Vergangenheit gezeigt hat.

 

Bedeutung der Fotosynthese

Grafik: Fotosythese

Die natürliche Fotosynthese hat sich schon vor etwa 2,5 Milliarden Jahren entwickelt. Ihr verdankt das irdische Leben in der heutigen Form letztlich seine Existenz und seine erstaunliche Vielfalt. Fast alle Lebensgemeinschaften basieren direkt oder indirekt auf diesem Vorgang, der aus den einfachen Grundstoffen Wasser (H2O) und Kohlendioxid (CO2) organische Materie aufbaut. Chemisch gesehen, handelt es sich um einen so genannten Redoxprozess. Die Umwandlung von Kohlendioxid in Zucker entspricht einer Reduktion. Die dafür benötigten Elektronen entzieht das Fotosystem der Pflanzen, Algen und einiger Bakteriengruppen (Zyanobakterien) dem auf der Erde reichlich vorhandenen Wasser, das dabei oxidiert wird. Als Abfallprodukt entsteht Sauerstoff (O2), der in die Atmosphäre entweicht und sich dort angereichert hat. Weiterhin führte dies zur Bildung der Ozonschicht in der Stratosphäre, die als Schutzschild rings um die Erde die zerstörerische ultraviolette Strahlung aus dem Weltall abschwächt.

Die Fotosynthese ist für das Leben auf der Erde und speziell den Menschen von enormer Bedeutung. Durch den Aufbau von Kohlenhydraten aus Wasser und Kohlendioxid mit Hilfe des Sonnenlichts bildet sie letztendlich die Quelle aller Nahrung und liefert wertvolle Rohstoffe. Außerdem hat sie die fossilen Energieträger geschaffen und die Erdatmosphäre mit dem lebenswichtigen Sauerstoff angereichert. Dadurch ist auch die Ozonschicht entstanden, die uns vor schädlicher ultravioletter Strahlung schützt.

Wasser geht zwar in die Photosynthesegleichung ein, ist für die biochemische Reaktion indes immer in ausreichenden Mengen vorhanden. Es wird geschätzt, dass 1875 km³ Wasser pro Jahr in der Photosynthese umgesetzt werden. Jedoch erfolgt der CO2- Einstrom in die Blätter durch die Spaltöffnungen, die – je nach Luftfeuchtigkeit oder Wasserversorgung des Blattes – offen oder geschlossen vorliegen. Dadurch wirkt sich die Luftfeuchtigkeit wie auch die Wasserversorgung der höheren Pflanzen über die Wurzeln (Wasserstress, Trockenstress) auf die Photosyntheseleistung aus: Bei Trockenheit sind die Spaltöffnungen durch die Schließzellen geschlossen, um die Pflanze vor Austrocknung zu schützen. Dadurch gelangt aber auch kaum noch CO2 in das Blatt, so dass es zum limitierenden Faktor wird.