WINDENERGIE


Vom Mittelalter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurden Windmühlen - die zu dieser Zeit in immenser Zahl über Europa verbreitet waren - mittels der Windkraft betrieben. Stiche und Holzschnitte aus Mittelalter und Neuzeit zeigen eindeutig ihre Verbreitung.

Windmühle Hotel in AnsbachFoto: Hotel Zur Windmühle Ansbach

Windmühlen waren lange neben den an Standorten mit nutzbarer Wasserkraft anzutreffenden Wassermühlen die einzigen Kraftmaschinen der Menschheit.
Entsprechend vielfältig war ihre Verwendung als Mahlmühle, als Ölmühle, zur Verarbeitung von Werkstoffen (etwa als Sägewerk) und als Pump- oder Schöpfwerk.
Nach Zählungen der Preußischen Regierung waren 1895 im Deutschen Kaiserreich 18.362 Windmühlen und 54.529 Wassermühlen in Betrieb, die zum größten Teil Getreide verarbeitet haben. In den USA sollen um 1880 sogar sechs Millionen Windkrafträder zum Wasserpumpen im Einsatz gewesen sein, Anfang des 21. Jahrhunderts waren es dann nur noch 15.000.

Die Ende des 17. Jahundert entwickelte Dampfmaschine setzte sich als Konkurrenz zur Windmühle Anfangs nur langsam durch. Danach wurde die Konkurrenz erheblich stärker. Die Entwicklung der Dampfmaschine im 19. Jahrhundert brach langsam die Vorherrschaft der mit Windenergie betriebenen Maschinen. Da der Betrieb der Windmühlen vom Wetter abhängig war und zu dieser Zeit nicht die Leistung großer Dampfmaschinen erreicht wurde, konnten sie nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden und ihre Verbreitung ging stark zurück. Das sogenannte „erste Mühlensterben“ setzte ein.
Für die noch bestehenden Windmühlen wurde der Umbau auf elektrischen Antrieb angeboten, um den Klein- und Mittelbetrieben die Existenz zu sichern. Während und nach dem Zweiten Weltkrieg erlebten die noch bestehenden Windmühlen eine kurze Blütezeit, da mangels Treibstoff, Elektroenergie und intakten Antriebsmaschinen keine Alternativen bestanden, die benötigten Maschinenleistungen zu erbringen. Dieser Aufschwung ging jedoch in Westdeutschland in den 1950er Jahren vor allem durch das Mühlengesetz zu Ende, mit dem sich die Großbetriebe der unliebsamen Konkurrenz der Windmühlen durch Prämien für die Stilllegung entledigten („zweites Mühlensterben“). Demzufolge ging die Zahl der gewerblich betriebenen Windmühlen dramatisch zurück. (Quelle: Wikipedia)
Die heutigen Windkraftanlagen sind nun die Nachfolger der Windmühlen.

Für die fortschreitende Klimaerwärmung und die damit verbundene Notwendigkeit einer umweltfreundlichen Energieversorgung benötigen wir eine Energiepolitik, die auch Klimaschutzmaßnahmen auf kommunaler Ebene umsetzt. Zudem wird weltweit die Umweltverträglichkeit der Uran-Gewinnung, die Entsorgung des Atommülls und das Sicherheitsrisiko der Atomkraft noch immer unterschätzt.
Der Grundsatz heißt „global denken – lokal handeln“.
Dies sind elementare Themen, die es auch im Hinblick auf die Verantwortung für nachfolgende Generationen ernst zu nehmen gilt. Weiter unterstreichen steigende Energiepreise und knapper werdende Vorräte an fossilen Brennstoffen wie Erdöl und Kohle die Notwendigkeit, erneuerbare Energien vermehrt in die Energiepolitik aufzunehmen.

Bildergallerie

Aufnahmen am Windpark Fasanerie I, bei Gattendorf in Hof/Saale, Oberfranken