ENERGIESPEICHERUNG


Pumpspeicherkraftwerke

Im Thüringer Wald bei Tambach-Dietharz soll eines der größten deutschen Pumpspeicherwerke entstehen. Die Talsperre Schmalwasser im Landkreis Gotha - mit 21,6 Millionen Kubikmeter gestautem Wasser ist mit 80,7 Metern der zweithöchste Staudamm Deutschlands - wird Teil eines gewaltigen neuen Stromspeichers. Geplant ist eine Leistung von mehr als 1.000 Megawatt. Die Investitionssumme soll sich auf rund eine Milliarde Euro belaufen.

Talsperre Schmalwasser im Landkreis Gotha - mit 21,6 Millionen Kubikmeter gestautem Wasser ist mit 80,7 Metern der zweithöchste Staudamm DeutschlandsTalsperre Schmalwasser im Landkreis Gotha in Thüringen. Foto: Wikipedia

Pumpspeicherwerke sind schon lange erprobt und eines der ältesten aller Speichertechnologien. Ihre Aufgabe ist es Strom in Form von Wasser zu speichern, sie produzieren ihn nicht. Bis heute gelten Pumpspeicherwerke als die derzeit effizienteste und wirtschaftlichste Art, Strom in großen Mengen zu speichern.

Durch die schwankende Stromnachfrage und die unregelmäßig und schwer planbare Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien, werden Pumpspeicherkraftwerke heute stärker als je zuvor benötigt. Bei Stromüberschuss müssen immer öfter Windkraftanlagen abgeschaltet werden, um das Stromnetz nicht zu überlasten.

Dieser Stromüberschuss kann mit einem Pumpspeicherwerk nach einem denkbar einfachen Prinzip optimal genutzt werden:

Grafik: Funktionsscheam von einem WasserspeicherkraftwerkFunktionsscheam von einem Wasserspeicherkraftwerk (Grafik: Trianel)

Mit überschüssigen Strom wird Wasser aus dem Unterbecken in ein Oberbecken gepumpt. Wird Strom benötigt, wird das Wasser aus dem Oberbecken wieder abgelassen und fließt zurück in das Unterbecken. Beim Rückfluss in das Unterbecken treibt das Wasser Turbinen an, die Strom erzeugen.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil ist dabei die variable Stromerzeugung. Die Anlagen können zudem je nach Bedarf schnell zu- oder abgeschaltet werden.

Jedoch stellen Pumpspeicherkraftwerke meist einen großen Eingriff in die Natur dar. Hier sind die Vor- und Nachteile sorgsam abzuwägen. Ein Weiteres sind die hohen Investitionskosten die notwendig sind, um diese Projekte umsetzen zu können.
Die Wirtschaftlichkeit ist in der Regel gegeben, da diese Anlagen - im Vergleich zu anderen Speichertechniken - einen sehr hohen Wirkungsgrad besitzen.
Es gibt in Deutschland ca. 31 Speicherkraftwerke. 10 weitere sollen derzeit noch gebaut werden.